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Allgemeine Anregungen zur
Unterrichtspraxis Büchermarkt und Schmökerstunde "Büchermarkt und Schmökerstunde" biete ich in den Klassenstufen 5 und 6 drei- bis viermal im Jahr an. Die Schüler bringen möglichst viele Bücher mit und leihen sie an ihre Mitschüler aus. Dabei werden die Bücher zu Beginn einer Doppelstunde wie auf einem Flohmarkt ausgelegt. Wer Bücher ausleihen möchte, füllt einen (oft auf dem PC) vorbereiteten Leihzettel aus: Name des Besitzers, Angaben zum Buch, Ausleih- und Rückgabedatum u.s.w. Daran schließt sich die sogenannte Schmökerstunde. Jeder zieht sich nun auf sein Lieblingsplätzchen im Klassenzimmer zurück (das kann auch unter dem Tisch sein) und beginnt zu lesen. Bedingung: absolute Stille! Und es funktioniert! Das Los im Unterricht Das Los
nimmt dem Lehrer manche lästige Entscheidung ab; es wird in der Regel als
gerecht empfunden und garantiert bei jüngeren Schülern spannungsreiche
Momente. Einstimmung auf den Unterricht Ziel
ist die Entlastung im Unterricht! Die am
Vortag vorbereiteten Stunden "lade" ich frühmorgens bei einer
Tasse Tee auf dem Sofa im abgedunkelten Wohnzimmer. Und das geht so: Den
Aufbau der einzelnen Unterrichtsstunden (pro Stunde ca. 5 Minuten) - ohne
Zuhilfenahme von Notizen - wie einen Parcours noch einmal durchgehen.
Man hat mit dieser Methode die einzelnen Stunden wirklich im Kopf präsent,
reagiert wesentlich flexibler auf unvorhergesehene Beiträge und Störungen
und steht somit über dem Stoff. Das Unterrichten fällt auf jeden Fall
leichter! Hausaufgaben auf Papierstreifen Ich gebe Hausaufgaben gerne auf Zettelstreifen aus. Denn je präziser eine Aufgabe gestellt wird, desto besser kann sich der Schüler auf sie einstellen. Möglich wird diese Form natürlich durch den PC: Die Aufgabe wird mehrfach auf einer DINA4 Seite kopiert. Karteikarten Optimal für schriftliche Umfragen und anonyme Beiträge! Viele Themen können
mit dieser Methode erfolgreich behandelt werden, z.B.: Was verstehst du
unter Freundschaft?/Was ärgert dich an den Jungs/den Mädchen in der
Klasse? Korrekturen Mit
zunehmendem Alter Ordnersystem Zunächst eine
Klarstellung: Mit „Ordnersystem“ ist hier keineswegs das Horten
unverarbeiteter, "unverdauter“, nicht auf den eigenen Bedarf
zugeschnittener Kopiervorlagen und
„Unterrichtsbausteine“ von Verlagen und aus dem Internet
gemeint. Dies kann sich auf die Dauer nur lähmend auf die Persönlichkeit
des Lehrers auswirken! Der Einsatz und die Verwaltung dieser
„Fertigprodukte“ spart nicht, wie immer wieder versichert wird, Zeit
ein, sondern bringt zusätzliche Arbeit und Frust mit sich. Ein Lehrer,
der seine Schüler ständig mit derartigen Unterlagen abspeist, macht
sich bei ihnen unglaubwürdig und verspielt allmählich ihr Vertrauen.
Diese werden sehr bald den auf „innovativ“ getrimmten Schematismus
durchschauen. Schreiben und Lesen im Unterricht Für umfangreichere "Hausaufsätze" - z.B. Erzählungen
und Erörterungen - stelle ich 1 - 2 Stunden zur Verfügung; der Rest
muss zu Hause erledigt werden. In Klassen, die diese Methode nicht
gewöhnt sind, herrscht zunächst Unruhe; die Schüler/innen merken
jedoch im Laufe der Zeit, dass die Vorteile für sie überwiegen: Die
Lehrkraft steht ihnen beratend zur Seite; die Selbstüberwindung, die
nötig ist, um längere Texte zu Hause zu verfassen, entfällt. Gewinn
für den Lehrer: Die Qualität der Texte steigt, da sie nicht einfach
lustlos 'hingeschmiert' werden; alle haben ihre Hausaufgabe gemacht. Stundeneinstieg Nicht
gleich loslegen ( dies käme einer Überrumpelung der Schüler
gleich), sondern der Klasse durch lockere Aufträge die Möglichkeit
geben, sich auf den Unterricht einzustellen,z. B.: Schaut euch vor dem
Abhören noch mal ganz kurz (3 Min.) die Vokabeln an. Oder: Lest bitte
noch einmal den Text (Lesenoten!) durch. Der Lehrer bereitet inzwischen
Dinge für den Unterricht vor: Projektor, Kassettenrekorder, Vorgaben für
einen Tafelanschrieb u.s.w.! Tafelanschrieb durch Schüler - Entlastung für den Lehrer Unterrichtsbeiträge
zu bestimmten Themen, z.B. im Rahmen einer Diskussion (Auswertung der
Argumente) oder Textarbeit, schreibt nicht der Lehrer an, sondern ein
Schüler, wenn möglich jedes Mal ein anderer. Der Tafelanschrieb fällt
in der Regel ordentlicher und übersichtlicher aus! Entlastung für den
Lehrer: Er hat Hand (Gestik!) und Kopf frei, um auf die verschiedenen
Beiträge seiner Schüler einzugehen. Natürlich unterstützt er den
Protokollanten bei der Formulierung des Tafelanschriebs. Alle Schüler
schreiben mit, sodass jeder beschäftigt ist. Tafelrennen Ein
Beitrag zur bewegten Schule: Toolbox English G 2000 Im Laufe der Zeit haben
sich bei mir zahlreiche CDs mit Schulsoftware angesammelt; ich kann aber
nur von wenigen sagen, dass ich sie auch wirklich einsetze. Zu diesen
wenigen gehört die Toolbox English G 2000 für die Klassenstufen 5 -
10. Vor allem in den Klassen 5/6 erstelle ich damit in kurzer Zeit aus
Lektionstexten Lückentexte, um den Wortschatz, die Verbformen und den
Gebrauch der Präpositionen zu üben.
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